Mineralstoffe & Spurenelemente in der Männergesundheit
Mineralstoffe sind anorganische Substanzen, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Von der Muskel- und Nervenfunktion (Magnesium) über die Unterstützung des normalen Immunsystems und der Eiweißsynthese (Zink) bis zur Schilddrüsenfunktion und dem Zellschutz (Selen) – hier finden Sie die wissenschaftlichen Grundlagen und praktische Lebensmittelquellen.
Magnesium
Aktivator von über 300 Enzymen
- • Kürbiskerne (ca. 535 mg / 100 g), Sonnenblumenkerne
- • Mandeln, Cashewkerne, Walnüsse
- • Haferflocken, Naturreis, magnesiumreiches Mineralwasser
Zink
Zellwachstum, Eiweißsynthese & Abwehrkräfte
- • Rindfleisch, Seefisch, Schalentiere
- • Kürbiskerne, Haferflocken, Linsen, Kichererbsen
- • Emmentaler, Eigelb, Vollkorn
Selen
Bestandteil der Glutathionperoxidase
- • Paranüsse (bereits 1–2 Nüsse decken den Tagesbedarf)
- • Seefisch (Kabeljau, Thunfisch)
- • Eier, Linsen, Vollkorn
Calcium
Strukturelement des Skeletts
- • Hartkäse (Parmesan, Gouda), Joghurt, Milch
- • Calciumreiches Mineralwasser (> 150 mg/L)
- • Grünkohl, Brokkoli, Sesam, Mandeln
Kalium
Hauptkation im Intrazellulärraum
- • Bananen, getrocknete Aprikosen
- • Pellkartoffeln, Süßkartoffeln, Tomatenmark
- • Spinat, Haselnüsse, Feldsalat
Eisen
Zentrales Atom des Hämoglobins
- • Fleisch, Geflügel (hoch bioverfügbares Häm-Eisen)
- • Haferflocken, Hirse, Linsen, Kürbiskerne (Nicht-Häm-Eisen)
- • Tipp: Mit Vitamin C kombinieren, um pflanzliches Eisen besser zu verwerten
Jod
T3 und T4 Hormonsynthese
- • Jodiertes Speisesalz (Haushalt & Lebensmittelhandwerk)
- • Seefisch (Schellfisch, Kabeljau, Seelachs)
- • Milch und Milchprodukte
Bioverfügbarkeit: Was die Aufnahme beeinflusst
Nicht jeder Milligramm eines Mineralstoffs, der gegessen wird, landet auch in den Zellen. Wechselwirkungen zwischen Lebensmitteln spielen eine erhebliche Rolle.
1. Phytate & Zink-Aufnahme
Phytinsäure in Getreide und Hülsenfrüchten bindet zweiwertige Ionen wie Zink, Eisen und Calcium unlöslich im Dünndarm. Deshalb empfiehlt die DGE Männern bei phytatreicher Kost (z.B. viel ungekeimtes Vollkorn, Soja, Hülsenfrüchte) eine höhere tägliche Zinkzufuhr von bis zu 16 mg statt 11 mg.
2. Tannine, Kaffee & Tee
Polyphenole und Gerbstoffe in schwarzem Kaffee, Grüntee und Schwarztee hemmen die Aufnahme von Eisen und Magnesium. Wer mineralstoffreiche Mahlzeiten zu sich nimmt, sollte Kaffee mit einem zeitlichen Abstand von 30 bis 60 Minuten trinken.
3. Vitamin C als Resorptionsförderer
Während Phytate hemmen, fördert Vitamin C die Reduktion von dreiwertigem zu besser löslichem zweiwertigem Eisen im Magen-Darm-Trakt. Ein Glas Orangensaft oder etwas Paprika zum Haferflocken-Müsli vervielfacht die pflanzliche Eisenverwertung.